Eine Rasselbande für die Kinder

Jedes Jahr veranstaltet das Deutsche Uhrenmuseum während des Sommers Bastelwerkstätten, um Kindern zwischen 6 und 12 Jahren verschiedene Themen rund um die Welt der Uhren spielerisch und kreativ näher zu bringen. Da die Sonderausstellung dieses Jahr die „Rasselbande“ der Wecker im Blick hat, lag es nahe, mit den Kindern ihre eigenen Wecker zu bauen.

Ob bunt und appetitlich…

Brauchen Kinder überhaupt einen eigenen Wecker? Es gibt doch in jedem Haus Radiowecker, Smartphones und natürlich Eltern, die dafür sorgen, dass der Nachwuchs rechtzeitig aufsteht. Und irgendwann bekommen sie ein eigenes Handy geschenkt und stellen sich ihre Weckzeit selbst ein. Trotzdem: Der Reiz des Selbstgemachten ist durch keinen noch so teuren Wecker zu schlagen. Und gekaufte Modelle lassen sich auch nicht so frei und kreativ nach den eigenen Wünschen gestalten. Viele gute Gründe für die Weckerwerkstatt im Deutschen Uhrenmuseum.

…oder mit klaren Linien und Kanten…

Ein rohes Sperrholzbrettchen dient als Ausgangsmaterial – hier zeichnet jedes Kind nach seinen Wünschen, um die Form anschließend auszusägen. Während der ganzen Zeit stehen die Betreuer des Museums mit Rat und Tat zur Seite, doch die Kinder können selbst alles erledigen, um dem Wecker die von ihnen gewünschte Form zu geben. Fußbälle, Tiere und Autos gehören zu den immer wiederkehrenden Formen, aber auch Cupcakes sind sehr beliebt. Manche Kinder zeichnen sehr geometrisch, manche ganz frei; einige sehr detailliert, andere mit klaren Formen und Flächen.

…oder tierisch: Die Wecker zeigen die ganze Vielfalt ihrer Bastler.

Ist die Form mit der Laubsäge ausgesägt und mit bunten Farben gestaltet, wird das Uhrwerk montiert. Nicht ganz einfach: Die Zeiger sind sehr dünn und können leicht abbrechen, wenn sie nicht korrekt montiert werden. Hier greifen die Betreuer ein und helfen bei der filigranen Kleinarbeit. Doch das Festschrauben des Uhrwerkes am Sperrholz und das Einkleben in den Standfuß sind wieder kinderleicht.

 

Mehr als nur Basteln

Das eine Kind wird vom Start einer Rakete geweckt…

Das Museum ist natürlich keine reine Bastelwerkstatt: Wo sonst könnte man sich so viele Uhren aus vielen Jahrhunderten anschauen, wenn nicht im Deutschen Uhrenmuseum? Und dabei noch etwas über Zeitmessung, Design und das Leben der Schwarzwälder Uhrmacher und Uhrenhändler lernen?  Deshalb gehört zu jedem Werkstatt-Termin auch eine kindgerechte Führung. Die Kinder tauchen für eine halbe Stunde in die Geschichte der Uhren ein, bevor sie sich selbst als Gestalter betätigen. Dabei darf eine Museumsführung nicht langweilig sein. Neben Eisenräderuhr, Knödelesser und Kuckucksuhr in der Dauerausstellung bietet die Sonderausstellung mit den Weck-Geräuschen aus sechs Jahrhunderten ein besonderes Erlebnis.

…beim anderen beginnt der Tag mit einem bunten Fußball.

Und die selbstgemachte Rasselbande? Die dürfen die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen und voll Stolz ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern vorführen. Denn wenn die Uhrzeit richtig eingestellt wurde und der Weckmodus aktiviert ist, dann tönt zur eingestellten Zeit ein durchdringendes „Piep-piep-piep-piiieeep“ durch den Raum.

Noch bis zum 5. September finden regelmäßig dienstags um 14:00 Uhr die Sommerwerkstätten im Deutschen Uhrenmuseum statt. Und nicht nur für Furtwanger Kinder: Meist kommen zahlreiche Schwarzwald-Urlauber und lassen ihre Kinder etwas ganz Besonderes erleben.

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