Highlights im Deutschen Uhrenmuseum (Teil I)

Astronomisch-geographische Kalenderuhr von Thaddäus Rinderle.

Was haben eine Kirchturmuhr von 1775 aus Breisach, eine astronomisch-geographische Uhr von Pater Rinderle, eine Türmchenuhr von Michael Wagner und die älteste Schwarzwalduhr gemeinsam? Sie zählen zu den zwölf „Glanzstücken“ des Deutschen Uhrenmuseums. Die astronomisch-geographische Uhr von Pater Thaddäus Rinderle gehört zu den originellsten Schöpfungen der so genannten Priestermechaniker. Dr. Johannes Graf, der stellvertretende Direktor und wissenschaftliche Mitarbeiter des Uhrenmuseums, hat sie als sein persönliches „Glanzstück“ gewählt.

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Auch für den „Erzfeind“ interessant

Zünder für 8,8 cm FLAK-Geschosse, Junghans, 1945

Während der Zeit des Nationalsozialismus und besonders im Zweiten Weltkrieg fanden grundlegende Umstrukturierungen in der deutschen Wirtschaft statt. Unternehmen wurden nach ihrer Kriegswichtigkeit beurteilt. Unternehmenszweige, die nicht der Kriegswirtschaft dienten, wurden teilweise nahezu stillgelegt – so auch im Schwarzwald und in der Rheinebene. Dieses Gebiet entwickelte sich zu einem der Kerngebiete der deutschen Zünderproduktion. Auch die Schramberger Uhrenfabrik Gebrüder Junghans AG spielte dabei eine bedeutende Rolle.

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Das Pferd von hinten aufzäumen

Lackschilduhr mit gespiegeltem Zifferblatt und rückwärtsgehenden Zeigern, Mitte 19. Jahrhundert.

Erkennen Sie, wie spät es ist? Nein, nicht neun Minuten nach Zehn! Bei genauerem Betrachten der Uhr wird klar: Die Zeiger laufen gegen den Uhrzeigersinn, also rückwärts. Da aber das komplette Ziffernblatt spiegelverkehrt aufgemalt wurde, läuft die Uhr insgesamt doch vorwärts. Doch was ist der Sinn einer spiegelverkehrten Uhr? Ist sie ein Scherzartikel oder hat sie eine nützliche Funktion?

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Uhrmacher plant Kirchenbau

Lackschilduhr mit Darstellung der „Kath. Nothkirche Furtwangen“.

1875 plante der Furtwanger Uhrmacher Irenäus Eschle den Bau einer Kirche. Doch warum? Zu dieser Zeit tobte im Deutschen Reich ein erbitterter Streit zwischen katholischer Kirche und Staat. Im „Kulturkampf“ diskutierte man die Fragen, ob der Papst unfehlbar sei und wie viel Einfluss die Kirche im Staat ausüben durfte. Dies teilte auch Furtwangen in zwei Lager.

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Das ABC der Zeit

Tischuhr mit Weltzeit-Anzeige, Idee Sandford Fleming, Weber & Aeschbach, Pforzheim, 1954/55, Inv. 2000-94

Die Eisenbahn war im 19. Jahrhundert der Inbegriff der Modernität. Doch der Zugverkehr machte auch sichtbar, dass an jedem Ort eine andere Ortszeit galt. Zum Erstellen der Fahrpläne einigte man sich zwar auf einheitliche Landeszeiten, für den internationalen Verkehr blieb das Problem jedoch bestehen.

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Die genaue Zeit

Sextant zum Buch „Uhrenregulator“,        Ph. Stieffel, Lörrach, 1844 (Inv. 2016-076)

Wer heute seine Uhr stellen möchte, blickt auf sein Smartphone oder seinen Computer. Schon weiß man auf die Sekunde genau, wie spät es ist. Früher war das Stellen der Uhr nicht so einfach. Zwar gab es Kirchturm- und Rathausuhren, deren Zeitanzeigen waren aber nicht sehr genau, denn sie wurden nach der Sonnenuhr gestellt. Weiterlesen „Die genaue Zeit“

Zum Sterben schön?

Die Funktion einer Uhr ist in erster Linie, die Zeit anzuzeigen. Das war auch die Meinung des Designers Kurt M. Traeg. Seine Uhrenentwürfe waren schmucklos und geometrisch. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit auf das Zifferblatt gelenkt, wo die Zeit abgelesen werden konnte.

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